VG München | 05.04.2017 | Zitat

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Bei dem Verhalten des Antragstellers handelt es sich waffenrechtlich nicht um einen unbeachtlichen Bagatellverstoß oder so geringfügigen Verstoß, dass er den Widerruf der waffen- und sprengstoffrechtlichen Erlaubnisse als unverhältnismäßig erscheinen ließe. Selbst leichtsinnige oder fahrlässige Verstöße gegen Aufbewahrungsvorschriften sind nicht nur dann als relevant für die waffenrechtliche Zuverlässigkeit zu werten, wenn sie von besonderem Gewicht sind oder wenn weitere die Negativprognose stützende Anhaltspunkte hinzutreten (Sächs. OVG, B. v. 2. Mai 2011 - 3 B 128/10 - juris Rn 6). Bereits eine kurzfristige Nachlässigkeit im Umgang mit Schusswaffen kann genügen, um diese Gegenstände in die Hände Nichtberechtigter gelangen zu lassen (vgl. VGH BW, B. v. 3. Augus ...

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VG München | 00 A 00.000 | 05.04.2017

OVG Bautzen | 3 B 128/10 | 02.05.2011

[ECLI:DE:OVGSN:2011:0502.3B128.10.0A]

LDJR 2011, 2403

V o r s p a n n

In der Verwaltungsrechtssache

- Antragsteller und Beschwerdegegner -

g e g e n

Landeshauptstadt [...],

- Antragsgegnerin und Beschwerdeführerin -

w e g e n

Waffen- und jagdrechtlicher Erlaubnis; Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO

hier: Beschwerde

hat der 3. Senat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts [...] am 2. Mai 2011 beschlossen:

T e n o r

Auf die Beschwerde der Antragsgegnerin wird der Beschluss des Verwaltungsgerichts Dresden vom 7. April 2010 - 4 L 621/09 - mit Ausnahme der Streitwertfestsetzung geändert.

Die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs des Antragstellers wird hinsichtlich der in Nrn. 4 und 5 des Bescheids der Antragsgegnerin vom 1. September 2009 verfügten Abgabeverpflichtungen festgestellt und hinsichtlich der Androhung von Vollstreckungsmaßnahmen angeordnet. Insoweit wird die Beschwerde zurückgewiesen.

Der Antrag wird abgelehnt, soweit er auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs des Antragstellers gegen den Widerruf seiner Waffenbesitzkarten und seines Europäischen Feuerwaffenpasses (Nr. 2 des Bescheids) sowie auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs des Antragstellers gegen die Ungültigerklärung und Einziehung seines Bundesjagdscheins (Nr. 3 des Bescheids) gerichtet ist.

Von den Kosten des Verfahrens beider Rechtszüge tragen der Antragsteller 4/5 und die Antragsgegnerin 1/5.

Der Streitwert für das Beschwerdeverfahren wird auf 10.625,00 € festgesetzt.

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